Ariake-See, Salzwasserbucht in Kyushu, Japan.
Das Ariake-Meer ist eine Bucht an der Westküste von Kyushu, die sich über die Präfekturen Fukuoka, Saga, Nagasaki und Kumamoto erstreckt und an ihren tiefsten Stellen etwa 50 Meter (164 Fuß) erreicht. Die Küstenlinie ist von großen Wattgebieten geprägt, die bei Ebbe freigelegt werden und Muschelbänke sowie Brackwasserzonen zeigen.
Die Bucht dient seit Jahrhunderten als Fischgrund und Transportweg für die Gemeinden an ihren Ufern. Mehrere Häfen wie Misumi, Shimabara und Nagasu wurden entlang der Küste errichtet, um den Handel und die Fischerei zu unterstützen.
Fischer in den Küstengemeinden fahren bei Niedrigwasser auf die Wattflächen, um Muscheln mit traditionellen Werkzeugen zu sammeln. An vielen Stellen sieht man Nori-Netze im Wasser, die während der Erntezeit zwischen Herbst und Frühling gepflegt werden.
Fünf Fährverbindungen verbinden verschiedene Hafenstädte rund um die Bucht und ermöglichen Überfahrten zwischen den Präfekturen. Entlang der Küste finden Besucher Aussichtspunkte zum Beobachten der Gezeiten, der Vogelwelt und der Fischer bei der Arbeit.
Das Wasser steigt und fällt zwischen Hoch- und Niedrigwasser um bis zu 6 Meter (20 Fuß), was zu den größten Gezeitenamplituden in Japan gehört. Diese extremen Schwankungen legen weite Flächen frei, auf denen seltene Arten wie der Schlammspringer gedeihen und von Biologen untersucht werden.
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