Tsugaru-Straße, Meerenge zwischen Honshu und Hokkaido, Japan.
Die Tsugaru-Straße ist eine Meerenge zwischen Hokkaido und Honshu in Japan, die das Japanische Meer mit dem Pazifischen Ozean verbindet. An ihrer schmalsten Stelle misst sie etwa 20 Kilometer in der Breite und erreicht Tiefen von bis zu 200 Metern unter der Wasseroberfläche.
Im September 1954 sank die Fähre Toya Maru während eines Taifuns in der Meerenge und verursachte über 1.100 Tote. Dieser Vorfall führte zum Bau des Seikan-Tunnels, der 1988 eröffnet wurde und beide Inseln unter dem Meeresboden verbindet.
Anwohner beider Inseln nutzen die Meerenge als Grenzlinie zwischen zwei verschiedenen Naturräumen, die jeweils eigene Tierarten beherbergen. Fischer fahren regelmäßig hinaus, um die kalten und nährstoffreichen Strömungen zu nutzen, die sich hier treffen und gute Fanggründe schaffen.
Der Seikan-Tunnel verläuft unter der Meerenge und ermöglicht Zugreisen zwischen beiden Inseln in etwa 50 Minuten. Wer die Wasseroberfläche sehen möchte, kann eine Fähre nehmen, die mehrere Stunden für die Überfahrt braucht und Ausblicke auf die offene See bietet.
Japan hält in diesem Gewässer nur eine Territorialzone von drei Seemeilen aufrecht, sodass ausländische Militärschiffe den mittleren Kanal frei durchqueren können. Diese Regelung unterscheidet sich von der sonst üblichen zwölf Seemeilen breiten Zone um japanische Küsten.
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