Iwami Ginzan, Silbermine in Ōda, Japan.
Iwami Ginzan ist eine Silberminenanlage in Ōda, die sich durch bewaldete Berge erstreckt und Hunderte von Stollen in der Präfektur Shimane umfasst. Die Tunnel verlaufen in unterschiedlichen Ebenen durch den Fels, einige liegen dicht beieinander, andere in größerem Abstand durch die Hügel verteilt.
Die Minenanlage begann ihre Produktion im frühen 16. Jahrhundert und lieferte in dieser Epoche etwa ein Drittel des weltweiten Silbers. Der Betrieb wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eingestellt, nachdem die Vorkommen weitgehend erschöpft waren.
Die Händlerhäuser im Omori-Distrikt zeigen schmale Holzfassaden mit geschwungenen Dachlinien, die an die Zeit erinnern, als hier Reisverkäufer und Minenverwalter lebten. Besucher bemerken oft die gepflasterten Straßen, auf denen früher Lastträger das frisch gewonnene Silber zu den Lagerhäusern transportierten.
Ein Bus von der Station Odashi bringt Besucher in das Gebiet, wobei das Besucherzentrum Informationen über die verschiedenen Stollen bereitet. Der Ryugenji-Mabu-Tunnel ist für die Öffentlichkeit zugänglich und zeigt die Struktur der unterirdischen Gänge auf einer kurzen, begehbaren Strecke.
Die Minenarbeiter wendeten ab Mitte des 16. Jahrhunderts ein koreanisches Trennverfahren an, das es ermöglichte, Silber effizienter aus dem Erz zu lösen. Trotz der intensiven Förderung blieben die umliegenden Wälder weitgehend intakt, da die Betreiber eine nachhaltige Holznutzung praktizierten.
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