Nagahama, Historische Stadt am Biwa-See, Japan
Nagahama erstreckt sich über 680 Quadratkilometer am nordöstlichen Ufer des Biwa-Sees und wird von den Bergketten Ibuki und Nosaka begrenzt. Die Stadt vereint ländliche Dörfer mit städtischen Vierteln entlang des Seeufers, während weite Reisfelder die inneren Täler bedecken.
Toyotomi Hideyoshi gründete hier 1579 seine Verwaltungshauptstadt, benannte den Ort von Imahama in Nagahama um und errichtete eine Burg. Während der Edo-Zeit entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum entlang der Nakasendō-Straße, die Kyoto mit der Ostküste verband.
Im April ziehen kunstvoll geschmückte Wagen durch die Straßen, auf denen Kinder traditionelles Kabuki-Theater aufführen, eine Jahrhunderte alte Praxis des Hikiyama-Fests. Die Aufführungen verwandeln die Stadt in eine große Freilichtbühne, während Zuschauer entlang der Route den jungen Darstellern in ihren historischen Kostümen zusehen.
Eisenbahnverbindungen führen von hier zu größeren Städten, und das älteste erhaltene Bahnhofsgebäude Japans aus dem Jahr 1882 steht noch als Zeugnis der frühen Modernisierung. Besucher können zwischen dem Seebereich und den Bergdörfern pendeln, wobei jede Jahreszeit unterschiedliche Landschaften bietet.
Die Stadt pflegt seit Jahrhunderten das Handwerk der Butsudan-Herstellung, buddhistischer Hausaltäre, die Holzarbeit mit Metallverzierung und Lackkunst verbinden. Jeder Altar entsteht durch die Zusammenarbeit mehrerer Meister, die jeweils auf eine bestimmte Technik spezialisiert sind.
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