Izu-Inseln, Vulkanischer Archipel in der Präfektur Tokio, Japan
Die Izu-Inseln sind eine Gruppe von Inseln im Pazifik, die zur Präfektur Tokio gehören und sich über mehr als 300 km südlich vom Festland erstrecken. Die neun Hauptinseln zeigen Landschaften von schwarzen Sandstränden bis zu grünen Hügeln, durchzogen von heißen Quellen und Wanderwegen entlang der Küste.
Während der Edo-Zeit nutzte die Regierung mehrere dieser Inseln als Verbannungsorte für politische Gefangene und Kriminelle aus der Hauptstadt. Die isolierte Lage machte eine Flucht nahezu unmöglich und prägte die frühe Besiedlung der abgelegenen Gebiete.
Jede bewohnte Insel hat eigene Bräuche entwickelt, die sich in lokalen Gerichten aus Meeresfrüchten und handwerklichen Fertigkeiten zeigen. Fischerboote kehren täglich mit frischem Fang zurück, der in kleinen Restaurants direkt am Hafen zubereitet wird.
Fähren verkehren regelmäßig von Tokio aus, wobei die näheren Inseln in wenigen Stunden und die entfernteren über Nacht zu erreichen sind. Kleinere Flugzeuge verbinden einige Inseln mit dem Festland und verkürzen die Reisezeit erheblich.
Aogashima besitzt einen seltenen Doppelkrater, bei dem sich ein kleinerer Vulkankegel innerhalb der größeren Caldera erhebt. Trotz gelegentlicher seismischer Aktivität leben dort dauerhaft etwa 160 Menschen, die sich hauptsächlich vom Fischfang und der Salzgewinnung aus Erdwärme ernähren.
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