Mount Chōkai, Aktiver Vulkan in Akita und Yamagata, Japan
Mount Chōkai ist ein Vulkan von 2236 Metern Höhe, der sich über die Grenze zwischen den Präfekturen Akita und Yamagata erstreckt und dessen kegelförmige Silhouette von beiden Seiten aus weithin sichtbar ist. Der Gipfel erhebt sich über mehrere terrassierte Hänge, die von tiefen Erosionsrinnen und Lavaströmen geprägt sind.
Der Vulkan brach im 9. Jahrhundert zweimal aus, mit Ereignissen im Jahr 810 und 840, die Ascheregen über weite Gebiete der Umgebung brachten. Eine Dampfexplosion im Jahr 1974 führte zur vorübergehenden Evakuierung mehrerer Dörfer an den unteren Hängen.
Der Berg trägt je nach Blickwinkel drei verschiedene volkstümliche Bezeichnungen, die alle auf den Fuji verweisen und die symmetrische Form des Gipfels würdigen. Fischer und Bauern nutzten diese Namen jahrhundertelang, um Wettervorhersagen zu treffen und die Jahreszeiten zu bestimmen.
Mehrere Wanderwege führen zum Gipfel, wobei der Aufstieg ab Yashima als zugänglichster gilt und unterwegs Berghütten sowie Rastplätze bietet. Die Aufstiegssaison dauert in der Regel von Anfang Juli bis Mitte September, wenn die Wege schneefrei sind und die Hütten geöffnet haben.
Auf dem Südhang bildet liegengebliebener Schnee während der Sommermonate ein Muster, das dem japanischen Schriftzeichen für Herz ähnelt und aus dem Tal heraus sichtbar wird. Dieses Phänomen trägt den Namen Shinji Sekkei und gilt als Zeichen für den Beginn der Reispflanzzeit.
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