Taima-dera, Buddhistischer Tempel in Katsuragi, Präfektur Nara, Japan.
Taima-dera ist ein buddhistischer Tempel in Katsuragi, Präfektur Nara, der drei Hauptgebäude umfasst: die Mandala-Halle, die Kondō-Halle und die Kōdō-Halle. In jedem dieser Räume stehen alte Buddha-Figuren aus Holz, Ton und Bronze, die verschiedene Epochen der japanischen Bildhauerei zeigen.
Laut dem Kenkyū Pilgrimage Record von 1191 gründete Prinz Maroko den Tempel, und sein Enkel Taima no Kunimi verlegte ihn 680. Andere Quellen nennen 681, 685 oder 687 für diese Verlegung. Die Ost- und Westpagode stammen aus der Nara-Zeit, und die Mandala-Halle wurde 1161 unter Wiederverwendung von Holz aus der Nara-Zeit errichtet.
Der Name verbindet sich mit Prinzessin Chūjō, die hier nach der Überlieferung im 8. Jahrhundert ein gewebtes Mandala schuf, das heute nachts hinter verschlossenen Türen aufbewahrt wird. Mönche und Pilger kommen regelmäßig, um vor diesem Textilbild zu beten, das das Reine Land zeigt.
Die Anlage liegt etwa einen Kilometer westlich vom Bahnhof Taimadera der Kintetsu-Linie und ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Der Weg führt durch ein kleines Dorf, das vor allem morgens und am frühen Nachmittag ruhig ist.
Der Tempel bewahrt seine beiden ursprünglichen Pagoden, Ost- und Westpagode, die zwischen der Nara-Zeit und dem frühen Heian-Zeit errichtet wurden; er ist der einzige japanische Tempel, in dem beide vorneuzeitlichen Türme erhalten sind. Das Paar ist zudem der einzige vollständige Satz von Zwillingspagoden aus der Nara-Zeit, der noch steht.
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