Ichisuka Kofun Cluster, Alte Grabhügelanlage in der Präfektur Osaka, Japan.
Der Ichisuka-Kofun-Komplex ist eine Ansammlung von über 260 kreisförmigen Grabhügeln, die sich über die Hügellandschaft von mehreren Ortschaften erstrecken. Im zugehörigen Geschichtspark können Besucher auf markierten Wegen zwischen etwa 32 erhaltenen Tumuli wandern und von zwei Aussichtsplattformen den Überblick gewinnen.
Die Grabhügel wurden zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert errichtet und dokumentieren eine Zeit intensiver Bevölkerungsbewegungen aus koreanischen Königreichen. Diese Periode war entscheidend für die Bildung des frühesten japanischen Staates und die Übernahme neuer Technologien und Kulturgüter.
Die Gräber zeigen Spuren von Handelsbeziehungen und kulturellem Austausch mit Korea und China, erkennbar an den gefundenen Objekten wie Keramik und Metallwaren. Besucher können heute in den Parks zwischen den Hügeln spazieren und erkennen, wie die Architektur dieser Gräber von außerregionalen Einflüssen geprägt war.
Am besten besucht man die Hügel durch den angrenzenden Geschichtspark, wo gepflegte Wege zwischen den erhaltenen Gräbern führen. Die beiden Aussichtsplattformen bieten gute Orientierungspunkte, um die Ausdehnung der gesamten Anlage zu verstehen.
Die einzelnen Hügel sind meist 15 bis 20 Meter im Durchmesser groß und enthalten unterirdische Steinkammern mit unterschiedlichen Bauweisen. Diese Unterschiede geben Einblick in die verschiedenen Baupraktiken und sozialen Strukturen während der Kofun-Periode.
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