Gion, Unterhaltungsviertel in Higashiyama-ku, Kyoto, Japan
Gion ist ein historischer Stadtteil in Higashiyama-ku im Osten von Kyoto, der für seine erhaltenen Holzhäuser und Unterhaltungskultur bekannt ist. Die engen Gassen führen an zweigeschossigen Machiya-Gebäuden mit Gitterfenstern und hängenden Laternen vorbei, während sich entlang der Hauptstraße Hanamikoji traditionelle Teehäuser und Restaurants aneinanderreihen.
Im 11. Jahrhundert entstand die Siedlung als Rastplatz für Pilger, die den nahegelegenen Yasaka-Schrein besuchten. Während der Sengoku-Zeit ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich das Gebiet zu einem Zentrum für Künstler und Unterhaltung mit Teehäusern und Theatern.
Der Name leitet sich vom Yasaka-Schrein ab, der früher Gion-sha hieß und bis heute die religiöse Mitte des Viertels bildet. Besucher können heute noch Geisha-Tänzerinnen in ihren formellen Kimonos zwischen den Teehäusern auf dem Weg zu Auftritten beobachten, besonders in den Abendstunden entlang der Gassen.
Die Gassen sind meist schmal und nachts spärlich beleuchtet, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk und eine kleine Taschenlampe für den Abend. Frühe Morgenstunden bieten ruhigere Momente zum Fotografieren, bevor die meisten Geschäfte gegen zehn Uhr öffnen.
Der Shirakawa-Kanal verläuft durch einen Teil des Viertels und spiegelt in seinen ruhigen Wassern die Kirschblüten im Frühling sowie die bunten Ahornblätter im Herbst wider. An seinen Ufern stehen kleine Steinlaternen, die abends sanftes Licht auf das Wasser werfen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.