Kōdai-ji, Buddhistischer Tempel im Higashiyama Bezirk, Kyoto, Japan
Kōdai-ji ist ein buddhistischer Tempel in Kyoto mit traditioneller Architektur aus der Momoyama-Periode, die sich durch sorgfältig gestaltete Innenräume und dekorative Elemente auszeichnet. Die Anlage umfasst mehrere Gebäude und einen zentralen Garten mit zwei Zierteichen, die durch Brücken miteinander verbunden sind.
Der Tempel wurde 1606 gegründet, als Nene, die Ehefrau des Feudalherren Toyotomi Hideyoshi, ihn als Gedenkstätte errichtete. Die Gründung erfolgte nach dem Tod ihres Mannes und spiegelt die künstlerischen und spirituellen Ideale dieser Epoche wider.
Der Tempel zeigt außergewöhnliche Beispiele der Makie-Lackierkunst, bei der Goldpulverdesigns gegen schwarze Lackoberflächen in den Innenräumen hervortreten. Diese handwerkliche Tradition ist in jedem Raum sichtbar und spiegelt die künstlerischen Standards der Gründerzeit wider.
Der Tempel ist gut zu Fuß erreichbar und öffnet täglich für Besucher, wobei die Öffnungszeiten in den Jahreszeiten variieren. In Frühling und Herbst finden spezielle beleuchtete Gartenansichten statt, die abendliche Besuche lohnenswert machen.
Die Otama-ya-Halle enthält Originalkomponenten von Hideyoshis Schiff in ihrer Decke und beherbergt sitzende Statuen des Feudalherren und seiner Frau. Diese unerwartete Verbindung zu Hideyoshis maritimer Vergangenheit zeigt die persönliche Verbundenheit der Stifterin mit ihrem verstorbenen Mann.
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