Kuni-kyō, Historische japanische Hauptstadt im Bezirk Sōraku, Japan
Kuni-kyō war eine antike japanische Hauptstadt, deren Überreste heute als archäologische Stätte erhalten sind und Fundamentsteine ehemaliger Palastgebäude zeigen. Die Ausgrabungen decken ein Gelände auf, das sich über große Entfernungen erstreckt und die beeindruckende Ausdehnung der kaiserlichen Anlagen offenbart.
Kaiser Shōmu verlegte 741 die Hauptstadt hierher und schuf damit einen neuen Verwaltungssitz des Imperiums. Diese Gründung folgte innenpolitischen Unruhen, die einen Ortswechsel von der bisherigen Residenz notwendig machten.
Der Name des Ortes bezieht sich auf die kaiserliche Residenz und die wichtigsten Gebäude, die nach chinesischem Vorbild erbaut wurden. Besucher können heute noch sehen, wie diese antike Stadt strukturiert war, anhand der Tempelanlagen in der Umgebung.
Das Gelände ist zu Fuß vom Bahnhof Kamo an der Yamatoji-Linie erreichbar und bietet einen einfachen Zugang für Besucher. Die umliegenden Tempel und Schreine helfen bei der Orientierung und geben einen Eindruck von der historischen Ausdehnung des Ortes.
Das Daigokuden, die wichtigste Zeremonienhutte der kaiserlichen Anlage, wurde später in ein buddhistisches Tempel umgewandelt und seine Struktur blieb dabei erhalten. Diese Umnutzung zeigt, wie antike kaiserliche Bauten ihre physische Form über Hunderte von Jahren bewahrten.
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