Jōruri-ji, Buddhistischer Tempel in Kizugawa, Japan.
Jōruri-ji ist ein buddhistischer Tempel in Kizugawa, der für seine traditionelle Gartenanlage mit einem großen zentralen Teich bekannt ist, der eine östliche Pagode mit einer westlichen Paradies-Halle verbindet. Eine Steinbrücke führt über das Wasser und ermöglicht Besuchern, von einem Gebäude zum anderen zu gelangen, während sie den Garten aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können.
Priester Gimyō Shōnin gründete diesen Tempel 1047, und in den folgenden Jahrzehnten wurden die Gebäude an ihren heutigen Standort verlegt, um sie vor den Gefahren kriegerischer Auseinandersetzungen zu schützen. Die Paradies-Halle entstand 1107 und markiert eine Zeit, in der Schutzmaßnahmen für religiöse Stätten entscheidend wurden.
Die neun sitzenden Amida-Buddha-Figuren im Inneren stehen für verschiedene Stufen des spirituellen Weges und wurden aus dem Glauben heraus geschaffen, dass Betrachter durch Meditation über jede Figur eine tiefere Einsicht in die Lehren erlangen könnten. Die Paradies-Halle dient bis heute als Raum für Kontemplation und zeigt die Vorstellung einer reinen Welt jenseits des irdischen Daseins in greifbarer Form.
Besucher sollten bequemes Schuhwerk tragen, da die Wege durch den Garten teils uneben sind und man Zeit braucht, um die verschiedenen Blickwinkel auf die Gebäude und den Teich zu erkunden. Der Tempel liegt etwas abseits der Stadtmitte, daher sollte man Fahrpläne im Voraus prüfen, um Wartezeiten bei der Rückreise zu vermeiden.
Der Gartenteich folgt der Form des Sanskrit-Buchstabens A, sodass die Wasserfläche eine symbolische Bedeutung trägt, die mit Beginn und Ende im buddhistischen Denken verknüpft ist. Nur wenige Besucher bemerken diese subtile geometrische Gestaltung, die die gesamte Anlage in einen Ort der Lehre verwandelt.
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