Daigo-ji, Buddhistischer Tempel im Bezirk Fushimi-ku, Kyoto, Japan
Daigo-ji ist ein buddhistischer Tempel im Bezirk Fushimi-ku in Kyoto, der sich über einen ganzen Berghang erstreckt. Die Anlage umfasst mehrere Hallen, angelegte Gärten und eine fünfstöckige Pagode, die sich zwischen alten Zedern und Ahornen erhebt.
Der Mönch Shōbō gründete 874 eine erste Einsiedelei an diesem Ort, die sich nach und nach zu einem größeren Kloster entwickelte. Nach mehreren Zerstörungen durch Brände und Kriege wurden die Gebäude im Laufe der Jahrhunderte immer wieder aufgebaut, wobei die Pagode aus dem 10. Jahrhundert erhalten blieb.
Der Name verweist auf Kaiser Daigo, der hier als Mönch lebte und dessen Grab sich auf dem Gelände befindet. Die Tempelanlage ist für ihre Kirschblütenpracht im Frühling bekannt, wenn Besucher traditionelle Hanami-Feste feiern und unter den blühenden Bäumen spazieren gehen.
Von der Bahnstation Daigo aus führt ein Fußweg durch eine Wohnsiedlung bis zum Eingang, wo man Zugang zu den unteren Tempelbereichen erhält. Wer die oberen Bereiche am Berg besuchen möchte, sollte feste Schuhe tragen und etwa eine Stunde Gehzeit einplanen.
Die Pagode aus dem Jahr 951 gilt als ältestes erhaltenes Gebäude in Kyoto und überstand zahlreiche Erdbeben und Kriege ohne nennenswerte Schäden. Ihre Holzkonstruktion wurde ohne Nägel zusammengefügt, was ihr eine natürliche Flexibilität bei Erschütterungen verleiht.
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