Kernkraftwerk Monju, Kernkraftwerk in Tsuruga, Japan.
Monju ist ein stillgelegtes Kernkraftwerk vom Typ Schneller Brüter mit flüssigem Natrium als Kühlmittel in Tsuruga in der Präfektur Fukui. Die Anlage wurde für eine Nettoleistung von 246 Megawatt ausgelegt und gehörte zu einem experimentellen Reaktorprogramm zur Brennstoffgewinnung.
Der Bau begann 1986 und die erste Kettenreaktion erfolgte 1994. Ein Natriumleck führte 1995 zu einem Brand, woraufhin der Betrieb eingestellt und 2016 der endgültige Rückbau beschlossen wurde.
Der Name Monju stammt von Manjusri, einer buddhistischen Figur der Weisheit, gemäß der japanischen Tradition, industrielle Einrichtungen mit spirituellen Konzepten zu verbinden.
Das Gelände ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, da der Rückbau bis 2047 andauern wird. Die Arbeiten erfordern spezielle Verfahren für den Umgang mit radioaktiven Materialien und Natriumkühlmittelresten.
Die Anlage lief während ihrer gesamten Betriebszeit weniger als ein Jahr und verursachte Kosten von über einer Billion Yen. Natriumgekühlte Schnellbrüter gelten als technisch anspruchsvoll, weil flüssiges Natrium bei Kontakt mit Luft oder Wasser heftig reagiert.
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