Sai, Ort in der Präfektur Aomori, Japan
Sai ist ein kleines Dorf an der Westseite der Shimokita-Halbinsel, das sich wie ein enges Rechteck entlang der Küste erstreckt und von steilen Bergen umgeben ist. Das Gelände teilt sich in acht kleine Küstensiedlungen und eine weitere in den Bergen, wobei die meisten Häuser zerstreut entlang der Küste oder in den Bergregionen liegen, während Klippen direkt zum Meer abfallen.
Das Gebiet war einst Heimat des Emishi-Volkes, das lange vor der Samurai-Zeit hier lebte. Während der Edo-Periode wurde Sai von der Nambu-Herrschaft kontrolliert und war bekannt für Holzwirtschaft und Fährverbindungen zum damaligen Ezo, dem heutigen Hokkaido.
Der Ort wird von Fischerei und Waldwirtschaft geprägt, Tätigkeiten, die den Alltag der Bewohner bestimmen und die Dorfkultur formen. Bei Besuchen fallen die einfachen Lebensweisen auf: kleine Schreine in Häusern, traditionelle Kagura-Tänze bei Festen wie dem Seeigel-Festival im Juni und das starke Gemeinschaftsgefühl, das sich durch gemeinsame Ereignisse und Sorge um das Land ausdrückt.
Der Ort ist schwer zugänglich und wird meist mit dem Auto oder Bus von nahegelegenen Städten erreicht. Die ruhige, unberührte Natur bleibt weitgehend unverändert vom Massentourismus, und Besucher können sich zu Fuß bewegen, wobei es keine direkte Eisenbahnanbindung gibt und die lokalen Straßen kurvenreich durch Berge und entlang der Küste führen.
Die Hiba-Bäume, die als Dorfbaum-Symbol gelten, bedecken den größten Teil des Waldes und sind tief in der lokalen Identität verwurzelt. Ein Museum im Dorf bewahrt diese Geschichte und zeigt die Geschichten von Fischern und Waldarbeitern, die über Generationen weitergegeben wurden.
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