Dōgaku-ji, Buddhistischer Tempel in Ishii, Japan.
Der Dōgaku-ji ist ein Shingon-Tempel der Zentsū-ji-Schule in Ishii, Präfektur Tokushima, mit dem Bergnamen Tōmeizan und dem Tempelnamen Ōtani-in. Seine Haupthalle, nach einem Brand 2017 wiederaufgebaut, dient zugleich als Kangi-dō-Halle, und im Daishi-dō steht eine Statue des jungen Kōbō Daishi. Zum Gelände gehören zudem eine Sandpilgerhalle der 88 Tempel, ein Korridor der Dreiunddreißig Kannon und ein Garten aus der Muromachi-Zeit.
Nach der in Werken wie dem Awa-shi überlieferten Tempeltradition wurde der Tempel in der Asuka-Zeit von Gyōki gegründet. Kūkai soll dort von seinem siebten bis fünfzehnten Lebensjahr Kalligrafie und esoterischen Buddhismus studiert haben und 815 mit 42 Jahren zurückgekehrt sein, um die Gebäude zu ordnen und von ihm geschnitzte Statuen aufzustellen. In der Tenshō-Zeit wurde der Tempel durch Truppen Chōsokabe Motochikas niedergebrannt und in der Genroku-Zeit vom Mönch Kanrei wiederaufgebaut.
Der Name des Tempels, Dōgaku-ji, rührt daher, dass Kūkai (Kōbō Daishi) dort im Alter von sieben bis fünfzehn Jahren Kalligraphie und esoterischen Buddhismus studierte und die achtundvierzig Iroha-Zeichen schuf. Er ist für akademischen Erfolg bekannt; auf dem Gelände liegen eine Quelle Ofude no Kaji-sui, ein Garten aus der Muromachi-Zeit und ein Haiku-Stein.
Der Tempel ist etwa 30 Minuten Fußweg von der Station Ishii der JR Shikoku Tokushima Line entfernt oder kann mit lokalen Bussen erreicht werden. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg zu Fuß hügelig ist und durch ein ruhiges Wohngebiet führt.
Die Quelle heißt O-bude no Kaji-mizu, „Segenswasser für den Pinsel“. Der Überlieferung nach suchte Kōbō Daishi hier Wasser für seinen Tuschstein; die Quelle versiegt nie, ihr Trinken soll Krankheiten heilen, und wer damit Tusche anreibt, schreibe besser.
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