Manshu-in Temple, Buddhistischer Tempel in Ichijōji, Kyoto, Japan
Manshu-in ist ein Tempel in Ichijōji, Stadtteil Sakyō-ku von Kyoto in Japan, der zum buddhistischen Tendai-Zweig gehört. Die Anlage erstreckt sich über mehrere hölzerne Gebäude mit versenkten Fußböden, Papiertüren und einem Garten mit Teichen, Moos und sorgfältig platzierten Steinen.
Ein Mönch der Tendai-Schule gründete den Tempel im 8. Jahrhundert auf dem Berg Hiei nördlich von Kyoto. Ein kaiserlicher Prinz verlegte ihn Mitte des 17. Jahrhunderts an den jetzigen Standort und erneuerte die Gebäude im Stil wohlhabender Teehäuser.
Der Tempelname bezieht sich auf eine Linie hoher Adelsprälate, deren Rang sich in der stillen Ordnung der Räume widerspiegelt. Besucher nehmen die Schuhe ab und folgen einem vorgegebenen Weg durch die Kammern, in denen die Schiebetüren einzelne Szenen freigeben.
Der Tempel liegt in Ichijōji Takenouchi-chō im Bezirk Sakyō. Vom Bahnhof Shūgakuin an der Eizan-Hauptlinie dauert der Fußweg etwa 20 Minuten, ebenso von der Bushaltestelle Ichijōji Shimizu-chō, die von den Stadtbussen 5, 31 und Kita 8 sowie den Kyoto-Bussen 18 und 56 bedient wird. Der Zugang führt bergauf durch ein Wohnviertel, die Steigung ist einzuplanen.
Der Teeraum Hachisoken, einer der drei berühmten Teesitze Kyotos, hat über dem Eingang ein Gitterfenster, dessen Licht einen regenbogenartigen Schatten wirft, daher der Name „Regenbogenfenster“. Seine acht Fenster stehen für die acht Lebensphasen des Buddha. Der Raum grenzt an das Kleine Shoin.
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