Kōdōkan, Han-Schule in Mito, Japan.
Kōdōkan ist eine historische Bildungseinrichtung in Mito, die aus mehreren hölzernen Gebäuden mit geschwungenen Dächern und gepflasterten Wegen besteht. Die Anlage umfasst Lehrsäle mit Tatami-Matten, ein Haupttor aus dunklem Holz und einen angelegten Garten, in dem im März Pflaumen blühen.
Tokugawa Nariaki gründete die Schule 1841, um die Ausbildung der Krieger seines Reiches zu reformieren und westliche Einflüsse zu integrieren. Der Unterricht endete 1872, als die Meiji-Regierung ein einheitliches Bildungssystem für ganz Japan einführte.
Samurai verbrachten hier lange Jahre beim Studieren von konfuzianischer Philosophie und beim Üben von Kampftechniken in den weitläufigen Innenhöfen. Die Schüler folgten einem strengen Tagesablauf, der geistige Disziplin mit körperlichem Training verband und sie auf Führungspositionen im Reich vorbereitete.
Ein zehnminütiger Spaziergang vom Bahnhof Mito führt zum Eingang des Geländes, das täglich außer an Neujahr geöffnet ist. Die Hallen sind mit Straßenschuhen nicht betretbar, daher werden Pantoffeln am Eingang bereitgestellt.
Die Bibliothek der Schule bewahrte Bücher auf, die während der Isolation Japans aus China und den Niederlanden geschmuggelt worden waren. Diese verbotenen Texte über Medizin und Navigation wurden heimlich zwischen den Studenten weitergegeben.
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