Sefa-utaki, Heilige Stätte (Utaki) in Chinen, Nanjo, Okinawa, Japan
Sefa-utaki ist eine heilige Stätte auf der Chinen-Halbinsel, wo natürliche Felsformationen eine dreieckige Öffnung zwischen einer geneigten grauen Wand und einer aufrechteren, zerklüfteten Fläche bilden, die zu einem schattigen Durchgang mit flachem Boden führt. Jenseits der Öffnung liegt eine niedrige Steinplatte. Das Gelände umfasst mehrere Kultstätten mit den Namen der Einrichtungen der Burg Shuri, wobei das innerste Sangui drei Kultstätten enthält.
Der Ort entstand aus natürlichen geologischen Formationen, die die Menschen seit langem als heilig verehren. Im frühen 16. Jahrhundert gab das königliche Herrscherhaus von Okinawa dem Platz eine zentrale Rolle in offiziellen Religionspraktiken.
Der Name Sefa-utaki bedeutet „das größte Utaki“, von sēfa, „höchster Rang“; sein offizieller Gottesname lautet Kimi Ga Utaki, Omo Ga Utaki No Ibi. Die Andachtsorte tragen dieselben Namen wie Anlagen der Burg Shuri, und in Sangui liegt mit Chō-no-hana der ranghöchste Ort, an dem Amamikyu über einen Kuba-Baum herabsteigen soll. Hier fand die Amtseinführung der Kikoe-ōgimi, das Oaraori, statt.
Der Ort ist leicht zugänglich und besitzt Wege, die zu verschiedenen Ebenen führen. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da die Pfade über Wurzeln und Treppen verlaufen und bei Regen rutschig werden können.
Der Ort hat fünfzehn Räuchergefäße, nicht sechs. Im April 2021 meldete die Stadt Nanjō, eines davon sei verschwunden und durch einen anderen Stein ersetzt worden; es tauchte später wieder auf, und ein Verdächtiger wurde wegen Diebstahls festgenommen. Der Vorfall führte zur Sperrung des inneren Bereichs Sangui für Besucher.
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