Kikai-Caldera, Vulkanische Caldera in der Osumi-Straße, Japan
Kikai Caldera ist eine versunkene Vertiefung vulkanischen Ursprungs, die sich unter den Gewässern der Osumi-Straße zwischen Kyūshū und den Ryūkyū-Inseln erstreckt. Der Rand der Struktur liegt größtenteils auf dem Meeresboden, während die Inseln Satsuma Iōjima und Takeshima die einzigen sichtbaren Teile über der Wasserlinie darstellen.
Die Vertiefung entstand durch einen gewaltigen Ausbruch vor etwa 7300 Jahren, der weite Teile Südjapans mit vulkanischer Asche bedeckte. Dieser Ausbruch gilt als einer der größten Ereignisse des Holozäns und veränderte dauerhaft die Landschaft der umliegenden Regionen.
Der Name stammt von der Insel Kikai im Bereich der versunkenen Struktur, die heute als Überwachungsstandort für vulkanische Aktivität dient. Einheimische Fischer kennen die Gewässer über der Vertiefung wegen ihrer thermalen Strömungen und der häufigen Schwefeldämpfe, die gelegentlich an der Oberfläche aufsteigen.
Die versunkene Struktur ist für Besucher nicht direkt zugänglich, aber die Insel Satsuma Iōjima bietet einen Aussichtspunkt auf die aktiven Vulkanfelder innerhalb der größeren Formation. Bootsfahrten in die Region hängen von den Wetterbedingungen und der aktuellen vulkanischen Aktivität ab, die von lokalen Behörden bewertet wird.
Ein großer Dom aus erstarrter Lava erhebt sich im Zentrum der versunkenen Vertiefung und setzt kontinuierlich heiße Gaswolken frei, die durch Unterwasserroboterstudien dokumentiert wurden. Diese andauernde Entgasung zeigt, dass tief unter dem Meeresboden weiterhin Magma vorhanden ist.
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