Itoigawa-Shizuoka Tectonic Line, Tektonische Linie im zentralen Honshu, Japan.
Die Itoigawa-Shizuoka-Tektonische Linie ist eine geologische Verwerfung in Zentral-Honshū, die sich von Itoigawa in der Präfektur Niigata über den Suwa-See bis zur Präfektur Shizuoka erstreckt. Sie markiert die westliche Grenze der Fossa Magna und trennt geologisch unterschiedliche Gesteinsformationen.
Der deutsche Geologe Dr. Naumann identifizierte diese Verwerfung Ende des 19. Jahrhunderts während seiner Forschungsreisen durch Japan. Seine Arbeit legte den Grundstein für das Verständnis der tektonischen Struktur des japanischen Archipels.
Der Salzpfad folgte jahrhundertelang dieser geologischen Formation und ermöglichte den Austausch von Waren zwischen den Küstenregionen und dem Landesinneren. Händler transportierten Fisch aus Niigata in die Bergtäler, während sie Tabak und Getreide für die Rückreise mitnahmen.
Der Fossa-Magna-Park zeigt einen freigelegten Abschnitt der Verwerfung, an dem die Grenze zwischen Gesteinen unterschiedlichen Alters sichtbar wird. Informationstafeln im Park erklären die geologischen Merkmale und helfen beim Verständnis der verschiedenen Gesteinsschichten.
Die Formation enthält einen der größten Kissenlava-Röhren Japans, die durch untermeerische Vulkanausbrüche entstanden, als das Gebiet noch unter Wasser lag. Diese Röhren entstehen, wenn Lava unter Wasser austritt und sich durch die schnelle Abkühlung charakteristische kissenförmige Strukturen bilden.
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