Geschichte der Ryūkyū-Inseln, Historischer Archipel zwischen Kyushu und Taiwan, Japan.
Die Geschichte der Ryukyu-Inseln erzählt von einem Archipel, der sich über 1100 Kilometer (etwa 680 Meilen) zwischen Kyushu und Taiwan erstreckt und in drei Hauptgruppen unterteilt ist: Amami, Okinawa und Sakishima. Diese Inselwelt verbindet Korallenriffe mit vulkanischem Gelände und bildet einen eigenen geografischen Raum im Westpazifik.
Zwischen 1429 und 1879 bildete das Königreich Ryukyu einen eigenen Handelsstaat, der Beziehungen zu China pflegte und gleichzeitig unter wachsenden japanischen Einfluss geriet. Im Zweiten Weltkrieg verwandelte die Schlacht um Okinawa die Inseln in ein Schlachtfeld, bei dem ein Drittel der Zivilbevölkerung starb und viele historische Zeugnisse verloren gingen.
Der Name Ryukyu kommt vom chinesischen Liuqiu und beschreibt eine Inselwelt, die jahrhundertelang zwischen chinesischer und japanischer Kultur stand. Heute sieht man diese Mischung in Bauformen, Handwerk und lokalen Festen, die anders wirken als im übrigen Japan.
Die meisten Orte auf den Inseln sind heute mit Straßen verbunden, doch manche kleinere Inseln erreicht man nur per Fähre. Die beste Reisezeit liegt zwischen April und November, wenn das Wetter mild ist und weniger Taifune drohen.
Süßkartoffeln spielen eine besondere Rolle im Alltag und wurden früher sogar für die Herstellung von Schnaps verwendet. In manchen Dörfern sieht man noch traditionelle Lagerhäuser aus Stein, die gegen Taifune und Feuchtigkeit schützen sollten.
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