Aoi-Aso-Schrein, Nationalschatz Shinto-Schrein in Hitoyoshi, Japan
Aoi Aso ist ein Shintō-Schrein in Hitoyoshi, Präfektur Kumamoto, der sich durch seine fünf Pavillons mit steil abfallenden Strohdächern auszeichnet. Das zweigeschossige Tor öffnet sich zu einem von Wald umgebenen Hof, in dem die Holzbauten mit markanten roten Säulen und geschwungenen Dachfirsten nebeneinander stehen.
Der Schrein entstand im Jahr 806 durch die Trennung einer Gottheit vom größeren Aso-Heiligtum im Norden. Die heutigen Bauten wurden zwischen 1609 und 1613 auf Weisung des Regionalherrschers Nagatsune Sagara errichtet, der die Gebäude in der letzten Bauphase der Momoyama-Zeit fertigstellen ließ.
Der Name verweist auf den nahegelegenen Aso-Vulkan, dessen Gottheit hier seit über tausend Jahren verehrt wird. Einheimische kommen vor allem während der traditionellen Feste im Sommer und Herbst, wenn Tänzer im historischen Gewand durch den Hof ziehen und das Heiligtum für einige Tage zum Mittelpunkt der Stadt wird.
Das Gelände liegt etwa zehn Gehminuten südlich vom Bahnhof Hitoyoshi entfernt und ist über einen Fußweg durch ein Wohnviertel erreichbar. Die besten Lichtverhältnisse für Besichtigungen herrschen am späten Vormittag, wenn die Sonne durch die Bäume fällt und die Dächer ausleuchtet.
Die Bauten wurden 2008 zur ersten Architektur in Kyūshū seit 55 Jahren mit dem Status eines Nationalschatzes erklärt und sind bis heute die südlichsten Gebäude Japans mit dieser Auszeichnung. Die Lage im abgelegenen Bergland trug dazu bei, dass die originalen Konstruktionen ohne größere Veränderungen erhalten blieben.
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