Koshoy Korgon, Mittelalterliche Festungsruinen im Bezirk At-Bashy, Kirgisistan
Koshoy Korgon ist eine mittelalterliche Festungsruine im Distrikt At-Bashy in Kirgisistan, mit einem annähernd rechteckigen Grundriss. Die noch erhaltenen Lehmziegelmauern erheben sich stellenweise auf mehrere Meter Höhe und sind von den Resten zahlreicher Wehrtürme gesäumt.
Die Festung entstand im 7. Jahrhundert als wichtiger Ort entlang der Seidenstraße und diente als Stützpunkt für Handel und Verteidigung. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie von mongolischen Truppen eingenommen und später unter Amir Temur wieder aufgebaut.
Der Name der Anlage geht auf Qoshoy Baatyr zurück, einen legendären Helden aus dem kirgisischen Nationalepos Manas. Wer die Stätte besucht, begegnet einer Überlieferung, die in der Region noch heute lebendig ist und von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Die Anlage liegt nahe dem Dorf Kara-Suu im Distrikt At-Bashy und ist am besten mit einem eigenen Fahrzeug oder einem Mietwagen zu erreichen. Vor Ort gibt es ein kleines Museum mit Funden aus den Ausgrabungen, das einen guten Einstieg in die Geschichte der Stätte bietet.
Die Mauern wurden aus großen Lehmblöcken und langen Ziegeln errichtet, wobei die Basis besonders breit ist und sich zur Spitze hin deutlich verjüngt. Diese Bauweise, die man noch heute an den erhaltenen Abschnitten ablesen kann, verlieh den Mauern eine bemerkenswerte Stabilität.
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