Seodaemun-Gefängnis, Gefängnismuseum im Bezirk Seodaemun, Seoul, Südkorea
Das Seodaemun-Gefängnis ist ein erhaltenes Gefängnisgelände im Bezirk Seodaemun in Seoul, Südkorea, das heute als Gedenkstätte und Museum dient. Die Anlage umfasst mehrere Gebäude mit Zellen, Wachtürmen und einem Hinrichtungsraum innerhalb hoher Steinmauern.
Die Anlage wurde 1908 während der japanischen Kolonialherrschaft errichtet und diente bis 1987 als Gefängnis. Nach der Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März wurden hier zahlreiche Aktivisten inhaftiert, die für die Freiheit Koreas kämpften.
Die erhaltenen Zellen zeigen die einfachen Holzpritschen und engen Räume, in denen politische Gefangene während der Besatzung festgehalten wurden. Besucher können durch die Korridore gehen und die Bedingungen nachvollziehen, unter denen Widerstandskämpfer Jahrzehnte lang lebten.
Die Station Dongnimmun an der U-Bahn-Linie 3 liegt in unmittelbarer Nähe und bietet einen einfachen Zugang zur Gedenkstätte. Für einen vollständigen Rundgang durch die Gebäude und das Außengelände sollten Besucher etwa zwei Stunden einplanen.
Eine unterirdische Einzelzelle im Keller des Gefängnisses erinnert an die Aktivistin Yu Gwansun, die dort als Teenager inhaftiert war. Die kleine Kammer zeigt die harten Bedingungen, denen junge Gefangene ausgesetzt waren, die gegen die Besatzung protestierten.
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