Cheonsa Bridge, Straßenhängebrücke in Sinan, Südkorea
Die Cheonsa-Brücke erstreckt sich über 650 Meter Meer und verbindet Inseln im Sinan-Archipel durch eine Kombination aus Hänge- und Schrägseilkonstruktion. Die Durchfahrt erhebt sich bis zu 85 Meter über dem Wasser und bietet Schiffen ausreichend Raum für sichere Passage darunter.
Die Bauarbeiten starteten 2010 nach mehrjähriger Planungsphase und dauerten neun Jahre bis zur Fertigstellung. Der Verkehr wurde am 4. April 2019 freigegeben, wodurch eine direkte Straßenverbindung zwischen zuvor isolierten Inseln entstand.
Der Brückenname stammt vom koreanischen Wort für Engel und bezieht sich auf die neun Inseln, die zusammen eine Diamantform bilden. Bewohner der Region sehen die Verbindung als Symbol für die Einheit der Inselgemeinden, die zuvor nur per Boot erreichbar waren.
Der Verkehr ist ausschließlich auf motorisierte Fahrzeuge beschränkt, Fußgänger und Radfahrer dürfen die Brücke nicht nutzen. Die Fahrbahn besteht aus zwei Spuren, die eine konstante Geschwindigkeit ohne Ampeln oder Kreuzungen ermöglichen.
Die Konstruktion vereint erstmals in Südkorea zwei verschiedene Brückenbauweisen in einem einzigen Bauwerk. Diese technische Lösung war notwendig, um unterschiedliche Wassertiefe und Bodenbeschaffenheit entlang der Trasse zu bewältigen.
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