Gangjingun Kiln Sites, Archäologischer Ofenkomplex im Landkreis Gangjin, Südkorea
Die Gangjingun-Brennöfen sind ein archäologischer Komplex mit etwa 188 Öfen, der sich über mehrere Gebiete in der Provinz Südjeolla erstreckt. Die Orte Yongunni, Gyeyulli, Sadangni und Sudongni gehören alle zu diesem Keramikproduktionszentrum aus dem Mittelalter.
Die Brennöfen entstanden während der Goryeo-Dynastie vom 10. bis zum 14. Jahrhundert und produzierten raffinierte Celadon-Keramik, die im ganzen Land und bis nach China und Japan exportiert wurde. Diese Epoche machte das Gebiet zu einem der wichtigsten Keramikzentren Asiens.
Die Gangjingun-Brennöfen prägten die Entwicklung der koreanischen Celadon-Keramik mit ihrer charakteristischen grünen Glasur und aufwendigen Einlegetechniken, die asiatische Keramik beeinflussten. Diese Handwerkstradition kann man heute in den lokalen Museen und bei Besuchen an den Brennofenruinen noch nachvollziehen.
Der Nationale Museen Koreas zeigt einen restaurierten Brennofen aus den Ausgrabungen, während das Goryeo Celadon Museum in Gangjin Artefakte und Informationen ausstellt. Ein Besuch an beiden Orten gibt dem Besucher einen vollständigen Überblick über die Produktionstechniken und Funde.
Die Standorte der Brennöfen profitieren von ihrer Nähe zum Meer und zu Bergen im Norden, die essential Rohstoffe wie Kaolin und Siliciumdioxid zur Verfügung stellten. Diese natürlichen Ressourcen ermöglichten es, die Produktion über mehrere Jahrhunderte hinweg aufrechtzuerhalten.
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