Naewat-dang shamanic paintings, Religiöse Kunstsammlung im Naewat-dang-Schrein, Jeju-Insel, Südkorea
Das Heiligtum von Naewat-dang beherbergt zehn Porträtgemälde von Dorfgottheiten, sechs männliche und vier weibliche Figuren, die Fächer halten und traditionelle Kleidung tragen. Die Werke sind auf koreanischem Papier mit Mineralpigmenten gemalt und zeigen unterschiedliche Größen und künstlerische Stile.
Diese Gemälde stammen mindestens aus dem Jahr 1466 und überlebten Phasen der Verfolgung, einschließlich der Zerstörung von Schreinen im Jahr 1702 auf Anordnung des konfuzianischen Magistrats Yi Hyeong-sang. Die Werke zeigen die Widerstandskraft lokaler Glaubenspraktiken gegen offizielle Unterdrückung.
Die Porträts zeigen lokale Gottheiten durch Mineralpigmente auf koreanischem Papier, mit zentralasiatisch beeinflusster Kleidung und symbolischen Elementen wie Schlangen und Vögeln. Die Darstellungen spiegeln den Glauben wider, dass diese Gottheiten das Dorf und seine Menschen schützen.
Die Gemälde sind offiziell als wichtiges folkloristisches Kulturerbe Südkoreas registriert und befinden sich im Heiligtum auf der Insel Jeju. Besucher sollten vor Ort nach den genauen Öffnungszeiten und Zutrittsregelungen fragen, da die Sammlung in einem aktiven religiösen Raum untergebracht ist.
Die Sammlung weist einen ungewöhnlichen grotesken Stil auf, der sie von anderen religiösen Kunstwerken unterscheidet. Die Gemälde waren auch Zentrum von Fruchtbarkeitszeremonien, bei denen Paare mit Opfergaben zu den Gottheiten beteten.
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