Namyeong-dong Human Rights Center, Korean National Police Agency, Menschenrechtsgedenkstätte im Bezirk Yongsan, Seoul, Südkorea
Das Namyeong-dong Human Rights Center der koreanischen Nationalpolizei ist ein Gedenkort in Seoul, der in einem siebenstöckigen Gebäude die Geschichte polizeilicher Gewalt und Unterdrückung dokumentiert. Die Räume zeigen Fotografien, Artefakte und persönliche Gegenstände, die die Haftbedingungen und Verhörmethoden während der autoritären Periode nachvollziehbar machen.
Das Gebäude diente bis 1987 als Polizeirevier, in dem politische Verdächtige verhört wurden. Nach dem Tod des Studenten Park Jong-chul im Januar jenes Jahres entstand eine Protestbewegung, die schließlich zu demokratischen Reformen im ganzen Land führte.
Der Name des Zentrums verweist auf den Stadtteil, in dem das Gebäude seit Jahrzehnten steht und nun als Erinnerungsort für die Opfer staatlicher Gewalt dient. Schulklassen und Besuchergruppen nutzen die Räume, um sich mit den Methoden der Unterdrückung auseinanderzusetzen, die heute nicht mehr existieren.
Die nächste U-Bahn-Station liegt etwa zehn Gehminuten entfernt und erleichtert die Anreise aus allen Teilen der Stadt. Die Ausstellungsräume verteilen sich auf mehrere Etagen, sodass der Rundgang je nach Interesse zwischen einer und zwei Stunden dauern kann.
Einige der Verhörräume wurden in ihrem ursprünglichen Zustand belassen und zeigen die Überwachungsgeräte, die während der Befragungen eingesetzt wurden. Besucherinnen und Besucher können in diesen Räumen nachvollziehen, wie die Verhöre abliefen und welche Atmosphäre die Verhafteten dort erlebten.
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