Kayalyk, ancient seat in Kazakhstan, on the Silk road
Kayalyk ist eine verlassene Siedlung in der Region Almaty, die vom 11. bis 13. Jahrhundert als Zentrum für Handel, Handwerk und Kultur blühte. Die Stätte ist von Schutzwällen umgeben, die bis zu 4 Meter hoch sind und sich über mehr als 1.000 Meter erstrecken, wobei die gesamte Anlage eine unregelmäßige Form aufweist.
Die Siedlung entstand im 9. Jahrhundert und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum entlang der Seidenstraße, das den nordöstlichen Teil des heutigen Kasachstan mit fernen Regionen Asiens und des Nahen Ostens verband. Das Gelände wurde ab 1998 systematisch archäologisch erforscht und enthüllte Überreste von Tempeln verschiedener Religionen sowie Handwerksbereiche.
Der Ort war über Jahrhunderte hinweg ein Treffpunkt für verschiedene Religionen und Kulturen. Archäologische Funde zeigen, dass Buddhisten, Muslime, Christen und Anhänger des Manichäismus nebeneinander lebten und ihre eigenen Tempel und Gebetsstätten errichteten.
Der Ort liegt etwa 39 Kilometer von der Stadt Sarkand entfernt und ist durch GPS-Koordinaten leicht zu lokalisieren. Besucher sollten sich auf ruhige, offene Landschaften mit Bergen vorbereiten und genug Zeit zum Erkunden der Ruinen in eigenem Tempo einplanen, da die Gegend noch nicht stark für Tourismus entwickelt ist.
Der französische Botschafter Wilhelm Rubruk besuchte die Stadt im 13. Jahrhundert und dokumentierte ihre vielfältige Bevölkerung und lebhaften Märkte, was zeigt, dass dieser Ort damals von großer Bedeutung war. Diese historische Aussage eines Augenzeugen macht Kayalyk zu einem der wenigen mittelasiatischen Orte mit direkter westlicher Beobachtung aus dem Mittelalter.
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