Schagan, Atomtestgelände-See in der Region Ostkasachstan, Kasachstan
Der Shagan ist ein kreisförmiger See in der Region Ostkazachstan, der durch eine unterirdische Explosion entstanden ist. Das Gewässer hat einen Durchmesser von etwa 430 Metern und eine Tiefe von etwa 100 Metern.
Eine unterirdische Kernexplosion im Jahr 1965 schuf diesen See als künstliches Becken am sowjetischen Testgelände Semipalatinsk. Das Ereignis war Teil eines umfassenden Nukleartestprogramms während des Kalten Krieges.
Wissenschaftler errichteten Forschungsstationen am See zur Untersuchung der Strahlenwirkung auf Fische und Amphibien.
Der See liegt in einem Sperrgebiet und der Zugang ist streng kontrolliert und erfordert spezielle Genehmigungen. Besucher sollten sich bewusst sein, dass die Umgebung erhöhte Strahlungswerte aufweist und Schutzausrüstung notwendig sein kann.
Radioaktive Stoffe aus der Explosion verbreiteten sich weit über die unmittelbare Umgebung hinaus und wurden damals bis in Japan gemessen. Dieser weitreichende Transport von Kontamination machte das Ereignis zu einem Thema für internationale Wissenschaftler und zeigte die globalen Auswirkungen von Kernwaffentests.
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