Somawathiya-Nationalpark, Nationalpark in der Nord-Zentral-Provinz, Sri Lanka
Der Somawathiya-Nationalpark liegt im Osten Sri Lankas, dort wo der Mahaweli-Fluss sich in zwei Arme teilt und weite Feuchtgebiete, Graslandschaften und Wälder entstehen. Flache, saisonal überflutete Senken, die auf Singhalesisch "Villus" genannt werden, durchziehen das Schutzgebiet und prägen seinen Charakter.
Das Gebiet wurde 1966 zunächst als Wildtierschutzgebiet ausgewiesen und 1986 in den Status eines Nationalparks erhoben. Diese schrittweise Unterschutzstellung bewahrte die Feuchtgebiete und Wälder vor dem zunehmenden Siedlungsdruck in der Region.
Innerhalb des Parks befindet sich die Somawathiya Chaitya, eine der heiligsten buddhistischen Stätten Sri Lankas, die eine Reliquie des Buddha beherbergen soll. Pilger aus dem ganzen Land besuchen den Tempel zu Fuß oder per Fahrzeug und verleihen dem Park eine spirituelle Dimension, die man sonst in einem Schutzgebiet selten antrifft.
Ein Fahrzeug mit Fahrer oder ein geführter Jeep-Ausflug ist die übliche Art, den Park zu erkunden, da das Gelände je nach Jahreszeit teilweise sehr nass und schwer zugänglich sein kann. Die besten Sichtungsbedingungen für Elefanten und andere Tiere sind in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag.
Der Park ist eines der wenigen Schutzgebiete Sri Lankas, in dem ein aktiver religiöser Ort und ein Wildreservat nebeneinander existieren, sodass Pilger und Tierbeobachter denselben Eingang nutzen. Bei Vollmond kommen gelegentlich Tausende von Besuchern allein zum Tempel, was das Tierverhalten in den angrenzenden Gebieten spürbar verändert.
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