Kathedrale St. Stanislaus, Neoklassizistische Kathedrale in der Altstadt, Litauen
Die Kathedrale der heiligen Stanislaus und Vladislaus ist ein klassizistisches Gotteshaus mit säulengeschmückter Fassade, freistehendem Glockenturm und mehreren Seitenkapellen im Inneren. Die Krypta unter dem Boden beherbergt Grabstätten und Überreste früherer Bauphasen, während das Hauptschiff von hohen Gewölben und Skulpturen geprägt wird.
An dieser Stelle stand seit 1387 eine hölzerne Kirche, die mehrfach durch Brände und Kriege zerstört wurde. Der Architekt Laurynas Gucevičius entwarf zwischen 1783 und 1801 die heutige steinerne Fassade im klassizistischen Stil nach Vorbildern der Antike.
Der Glockenturm neben dem Hauptgebäude erhebt sich an der Stelle der einstigen Festungsmauer und markiert den zentralen Platz der Altstadt. Besucher halten sich oft am Sockel auf, wo eine besondere Fliese mit der Aufschrift "Stebuklas" liegt, die nach lokaler Überlieferung Wünsche erfüllen soll.
Das Gebäude steht direkt am Katedros-Platz gegenüber dem Großfürstenpalast und ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Für die Krypten werden Führungen angeboten, die über unterirdische Gänge zu Grabkammern und Fundamentresten führen.
Archäologen entdeckten unter den Fundamenten Reste eines heidnischen Heiligtums aus dem 13. Jahrhundert, das dem Gott Perkūnas geweiht war. Die Steinblöcke des alten Tempels wurden später beim Bau der ersten christlichen Kirche wiederverwendet.
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