Figuig, Stadt in Marokko
Figuig ist eine Oasenstadt an der marokkanisch-algerischen Grenze in der Provinz Figuig, umgeben von einer der größten Dattelpalmenlandschaften Marokkos. Sie besteht aus mehreren alten Vierteln, den sogenannten Ksour, die durch enge Gassen, kleine Plätze und traditionelle Lehmbauten miteinander verbunden sind.
Figuig wurde von Berberstämmen gegründet und diente jahrhundertelang als Zwischenstopp auf den Karawanenrouten, die die Sahara durchquerten. Als im 20. Jahrhundert die Grenzen zwischen Marokko und Algerien gezogen wurden, verlor die Stadt ihren Platz im Handelsnetz und wurde zunehmend isoliert.
Der Name Figuig leitet sich vom arabischen Wort für Feige ab, obwohl Dattelpalmen das Stadtbild heute viel stärker prägen. In den Gassen der alten Viertel sieht man noch traditionelle Lehmhäuser, die eng beieinanderstehen und kaum Platz für Autos lassen.
Der beste Zeitraum für einen Besuch ist zwischen Oktober und März, wenn die Temperaturen angenehmer für längere Spaziergänge durch die Viertel sind. Da Figuig sehr abgelegen liegt und die Anbindung an andere Städte begrenzt ist, lohnt es sich, die Reisebedingungen und die Grenzlage vorab zu prüfen.
Die sieben Ksour von Figuig wurden nie unter einer einzigen Autorität vereint, sondern verwalteten sich jahrhundertelang als unabhängige Gemeinschaften mit eigenen Regeln für die Wasserverteilung. Dieses System zur Bewässerung der Palmen, bekannt als Sequias, ist noch immer sichtbar und gilt als eine der interessantesten traditionellen Wassernutzungen der Region.
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