Große Moschee von Djenné, Lehmmoschee in Djenné, Mali
Die Große Moschee von Djenné ist ein Sakralbau in der gleichnamigen Stadt in Mali. Aus den Außenwänden ragen Holzbalken hervor, die sowohl als Baugerüst als auch zur Stabilisierung der Lehmstruktur dienen, während drei hohe Türme die Silhouette prägen.
Nach dem Abriss früherer Bauten entstand die heutige Moschee zwischen 1906 und 1907 nach Plänen des französischen Architekten Ismaila Traoré. Der Neubau orientierte sich an der ursprünglichen Form aus dem 13. Jahrhundert und nutzte traditionelle Lehmbauweise aus der Region.
Die Moschee dient als Zentrum islamischer Bildung, wo sich Studenten im Innenhof zum Studium religiöser Texte und traditioneller Lehren versammeln.
Jeden Frühling erneuert die Gemeinde den äußeren Lehmverputz in einem mehrtägigen Fest, um die Wände vor der Regenzeit zu schützen. Besucher dürfen das Gebäude nicht betreten, können aber die Architektur und das Treiben auf dem umliegenden Marktplatz beobachten.
Etwa neunzig Holzsäulen tragen das Dach des Gebetsraums und schaffen einen Wald von vertikalen Stützen im Inneren. Die Wände erreichen eine Dicke von etwa einem Meter, was die Kühle im Innenraum selbst bei hohen Außentemperaturen bewahrt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.