Narvik, Arktische Gemeinde in Nordland, Norwegen
Narvik Municipality erstreckt sich zwischen Bergen und Fjorden in Nordland und bildet eine weitläufige arktische Verwaltungseinheit im nördlichen Norwegen. Das Gebiet umfasst die gleichnamige Stadt am Ofotfjorden sowie umliegende Täler, Inseln und Hochplateaus bis zur schwedischen Grenze.
Die Kommune entstand 1902 als eigenständige Verwaltungseinheit und wuchs rasch wegen des Eisenerztransports aus schwedischen Minen, der über den eisfreien Hafen lief. Im Zweiten Weltkrieg erlebte das Gebiet heftige Kämpfe im April und Mai 1940, woraufhin die Stadt weitgehend neu aufgebaut wurde.
Die Samen führen seit Jahrhunderten Rentierzucht in den nördlichen Gebieten durch und bewahren so ihre traditionelle Lebensweise in diesem arktischen Gebiet. Besucher können entlang der Wanderwege gelegentlich auf Rentierherden treffen und dabei Einblicke in diese jahrhundertealte Praxis gewinnen.
Die Gemeinde liegt nördlich des Polarkreises und bietet von Mai bis Juli durchgehend Tageslicht, während die Wintermonate weitgehend dunkel bleiben. Straßen und Wanderwege können wegen Schnee und Eis bis in den späten Frühling hinein schwierig begehbar sein, daher empfiehlt sich robuste Ausrüstung.
Die Eisenbahnlinie durch das Gebiet überquert steile Gebirgspässe und verläuft teilweise entlang schmaler Felswände, was sie zu einer der technisch anspruchsvollsten Strecken Europas macht. Manche Abschnitte durchqueren Tunnel, die direkt in massiven Fels gehauen wurden, um die extremen Höhenunterschiede zu überwinden.
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