Khumbu-Eisbruch, Gletscherformation an der Südroute des Mount Everest, Nepal
Der Khumbu-Eisbruch ist eine Gletscherformation an der südlichen Route des Mount Everest im Himalaya-Gebirge, wo das Eis über einen steilen Hang abfällt und sich in chaotische Türme und Spalten verwandelt. Das Gelände verändert sich ständig, da die Schwerkraft die gefrorene Masse nach unten zieht und dabei Blöcke von der Größe eines Hauses verschiebt.
Edmund Hillary und Tenzing Norgay durchquerten den Eisbruch während ihres erfolgreichen Aufstiegs zum Gipfel des Everest im Mai 1953. Über die folgenden Jahrzehnte hinweg wurde dieser Abschnitt zu einem der gefährlichsten Passagen für Expeditionen.
Sherpas nennen den Eisbruch oft Khumbu Namche, und er gilt als einer der anspruchsvollsten Abschnitte der Route. Lokale Bergsteiger beginnen jeden Tag mit einer Puja-Zeremonie, bevor sie die Leitern betreten, die die tiefen Spalten überwinden.
Die meisten Kletterer überqueren den Eisbruch sehr früh am Morgen, wenn die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bleiben und das Eis stabiler ist. Auch bei guter Vorbereitung erfordert die Passage mehrere Stunden durch ein sich ständig veränderndes Terrain.
Das Eis im Eisbruch bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter pro Tag und schafft dabei ständig neue Spalten und Türme. Diese Dynamik bedeutet, dass sich die Route jede Saison verändert und neu präpariert werden muss.
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