Tarbela-Talsperre, Erdschüttdamm in Khyber Pakhtunkhwa, Pakistan.
Die Tarbela-Talsperre erstreckt sich über mehr als zwei Kilometer quer durch das Indus-Tal in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa und erreicht dabei eine Höhe von 143 Metern über dem Flussbett. Die Anlage besteht aus einem massiven Erdschüttdamm und einem ausgedehnten Stausee, der sich flussaufwärts zwischen den Bergen erstreckt.
Die Bauarbeiten begannen 1968 und dauerten mehr als ein Jahrzehnt, wobei das Flussbett umgeleitet werden musste. Der Bau führte zur Umsiedlung von 96.000 Menschen aus mehr als 130 Dörfern, die überflutet wurden.
Der Name Tarbela stammt aus dem Paschtu und bezieht sich auf die frühere Siedlung an dieser Stelle des Indus. Heute sieht man Fischerboote auf dem Stausee und Landwirte nutzen die Kanäle entlang der Ufer für den Anbau von Weizen und Reis.
Die Anlage liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Islamabad und ist über Landstraßen von Haripur aus erreichbar. Der Zugang zur Staumauer selbst ist eingeschränkt, aber man kann den Stausee und die umliegenden Hügel von mehreren Aussichtspunkten in der Nähe sehen.
Die vierzehn Generatoren der Anlage erzeugen zusammen 4.888 Megawatt Strom für das pakistanische Netz. Das Wasser im Stausee stammt aus einem Einzugsgebiet von mehr als 169.000 Quadratkilometern, gespeist durch Schnee- und Gletscherschmelze aus dem Himalaya.
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