Khyber Pakhtunkhwa, Verwaltungsprovinz im Nordwesten Pakistans
Khyber Pakhtunkhwa ist eine Verwaltungsprovinz im nordwestlichen Pakistan, die sich entlang der afghanischen Grenze vom Indus-Tiefland bis zu den Bergketten des Hindukusch erstreckt. Das Terrain wechselt von trockenen Ebenen im Süden zu bewaldeten Tälern und schneebedeckten Gipfeln in nördlichen Gebieten, wo Flüsse durch enge Schluchten fließen.
Über Jahrhunderte führten Handelsrouten durch diese Region und verbanden Zentralasien mit dem indischen Subkontinent, was sie zu einem Durchgangsort für Händler und militärische Kampagnen machte. Alexander der Große zog durch diese Pässe, gefolgt von buddhistischen Mönchen, Mogul-Armeen und britischen Kolonialtruppen, die jeweils Spuren in den Bergstädten hinterließen.
Die Paschtunen bewahren hier ihre traditionellen Lebensweisen durch Stammesr stbräuche und Gastfreundschaft, die Besucher in Teegeschäften und auf lokalen Märkten erleben können. Familien versammeln sich zu gemeinschaftlichen Mahlzeiten, bei denen selbstgebackenes Brot und Fleischgerichte geteilt werden, während ältere Männer oft in eigenen Räumen zusammensitzen.
Peshawar dient als Hauptstadt und wichtigster Verkehrsknotenpunkt, von dem aus Straßen zu den Bergtälern und zur afghanischen Grenze führen. Reisende sollten lokale Rat einholen, bevor sie abgelegene Gebiete besuchen, da sich Bedingungen je nach Jahreszeit und Region stark unterscheiden.
Der Name wurde 2010 von North-West Frontier Province zu Khyber Pakhtunkhwa geändert, wobei zwei historische Bezugspunkte kombiniert wurden: der Khyber-Pass und das paschtunische Volk. Diese Änderung spiegelte Jahrzehnte lokaler Kampagnen wider, die versuchten, die Identität der Region besser darzustellen.
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