Domkirche, Gotische Kathedrale in Kwidzyn, Polen
Der Kwidzyn-Dom ist eine gotische Backsteinkirche in Kwidzyn, Polen, mit einem dreischiffigen Grundriss und einem polygonalen Chor. Der freistehende Glockenturm, der durch einen überdachten Gang mit dem Kirchengebäude verbunden ist, überragt die Stadtsilhouette mit seiner roten Backsteinform in einer Höhe von 59 m.
Der Bau begann im frühen 14. Jahrhundert, nachdem das Bistum Pomesanien Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet worden war. Das Gebäude nahm über viele Jahrzehnte Gestalt an und diente als Hauptkathedrale des Deutschen Ordens in der Region.
An den Innenwänden sind mittelalterliche Fresken erhalten, die Bischöfe und religiöse Szenen darstellen und beim Durchgang durch das Kirchenschiff gut sichtbar sind. Die Gemälde geben einen Eindruck davon, wie der Raum im Mittelalter gestaltet und genutzt wurde.
Die Kellergewölbe unter dem Dom beherbergen wechselnde Ausstellungen zur lokalen Geschichte und können besichtigt werden. Da der Besuch einen Abstieg in diese unterirdischen Räume beinhaltet, ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Der überdachte Gang, der den Glockenturm mit dem Dom verbindet, wurde ursprünglich auch als Latrine genutzt und ist damit eines der ältesten erhaltenen Beispiele dieser Art in Polen. Diese ungewöhnliche Funktion ist heute noch an der Bauweise des Ganges zu erkennen.
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