Anielewicz-Bunker, Hauptquartier des jüdischen Widerstands in Muranów, Warschau, Polen.
Miła 18 war das Kommandozentrum der jüdischen Widerstandsbewegung im Warschauer Ghetto, untergebracht in Kellern unter historischen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Der Ort ist heute durch einen Obelisken gekennzeichnet, der an der Ecke Miła- und Dubois-Straße steht und die Namen von 51 Widerstandskämpfern trägt.
Das Gelände entstand als Zufluchtsort während des Warschauer Ghettoaufstands 1943, als der Widerstand von deutschen Kräften entdeckt wurde. Danach blieb der Ort unversehrt und wurde von der jüdischen Gemeinde als Gedenkstätte für die dort Gefallenen bewahrt.
Der Ort trägt den Namen einer früheren Straße und markiert einen Platz der Trauer für die jüdische Gemeinde Warschaus. Besucher sehen heute ein Denkmal, das an die Menschen erinnert, die hier starben, und das Gelände wird von der Gemeinde als heiliger Ort bewahrt.
Der Ort befindet sich an einer Straßenecke in Muranów und lässt sich leicht zu Fuß erreichen. Besucher sollten Zeit für stille Reflexion einplanen, da der Ort als Gedenk- und Ruhestätte gestaltet ist.
Archäologische Grabungen brachten etwa 3.000 Artefakte ans Licht, darunter hebräische Gebetbücher, rituelle Waschgefäße und alltägliche Gegenstände aus dem Leben der Ghettoeinwohner. Diese Funde zeigen die persönliche Geschichte der Menschen, die hier lebten und starben.
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