Umschlagplatz-Denkmal, Holocaust-Gedenkstätte in Śródmieście, Polen.
Das Umschlagplatz-Denkmal besteht aus weißen Mauern, die einen quadratischen Raum umschließen, in dessen Mitte sich Steinplatten mit Inschriften in vier Sprachen befinden. Das Gelände ist als ein offener Gedenkplatz gestaltet, an dem Namen der Opfer lesbar sind und die Besucher eine klare Sichtlinie auf das zentrale Element haben.
Der Ort war zwischen 1942 und 1943 ein Sammelplatz, von dem Deutsche mehr als 300.000 Juden aus dem Warschauer Ghetto in Vernichtungslager deportierten. Das Denkmal wurde nach dem Krieg errichtet, um diese Opfer zu gedenken und die Erinnerung an die Geschehnisse an diesem Ort lebendig zu halten.
Die eingravierte Namensliste ehrt die Verbindung zwischen polnischen und jüdischen Gemeinden über viele Generationen hinweg. Besucher können heute an diesem Ort die persönliche Geschichte hinter jeder Familie nachvollziehen, die hier ihren Ursprung hatte.
Das Denkmal befindet sich an der Straße Stawki Nummer 10 an der Kreuzung mit der Straße Karmelicka und ist leicht zu Fuß erreichbar. Der Raum ist während des Tages offen zugänglich und der Zugang ist frei, so dass Besucher jederzeit vorbeigehen und stehen bleiben können um zu lesen und nachzudenken.
Ein schmales vertikales Loch in der Wand ermöglicht den Blick auf einen Baum, der nach dem Krieg gewachsen ist und als Symbol des Lebens nach der Zerstörung steht. Schwarze Basaltwürfel bilden einen Pfad über das Gelände, dessen Anordnung die Wege der Deportation darstellen soll.
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