Umschlagplatz am Warschauer Ghetto, Holocaust-Gedenkplatz in Śródmieście, Polen
Der Umschlagplatz ist ein Holocaust-Mahnmal in Śródmieście und besteht aus einer weißen Wand mit einem dunklen horizontalen Band an der Oberseite. Die Wand trägt 400 eingravierte polnische und jüdische Vornamen, die an Kinder und Erwachsene erinnern, die von hier deportiert wurden.
Das Gelände diente zwischen 1942 und 1943 als Sammelstelle für über 300.000 Juden aus dem Warschauer Ghetto vor ihrer Deportation nach Treblinka. Das heutige Denkmal wurde 1988 errichtet, um an diese Ereignisse zu erinnern.
Der Name bezieht sich auf den deutschen Begriff für einen Verladebahnhof, wo Menschen auf Güterzüge warten mussten. Heute legen Besucher Steine auf die Gedenkstätte nach jüdischer Tradition und kommen hierher, um zu gedenken.
Der Ort liegt an der Kreuzung Stawki- und Karmelicka-Straße und ist Teil der Gedenkroute des jüdischen Martyriums und Kampfes. Man erreicht das Mahnmal zu Fuß von der nördlichen Altstadt oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Haltestelle Anielewicza.
Eine Birke, die nach dem Krieg von selbst hinter dem Monument wuchs, ist durch eine der Öffnungen in der Wand sichtbar. Der Baum wurde als Symbol des Lebens, das nach dem Trauma weitergeht, in das Denkmalkonzept integriert.
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