Zielony Staw Gąsienicowy, See in der Tatra, Polen
Der Zielony Staw Gąsienicowy ist ein kleiner Gebirgssee im Hochtal Gąsienicowa in der polnischen Tatra, auf einer Höhe von etwa 1674 Metern. Das Wasser hat eine auffällig grüne Farbe, die durch Plankton entsteht, und ist auf bis zu etwa 15 Meter Tiefe sichtbar.
Der See entstand am Ende der letzten Eiszeit, als schmelzende Gletscher das Tal der Gąsienicowa aushöhlten und eine natürliche Wanne hinterließen. Im 19. Jahrhundert wurde er von Dichtern und Schriftstellern besucht, die von seiner grünen Oberfläche angezogen wurden.
Der alte Name des Sees lautet Suczy Staw, und eine lokale Legende besagt, dass Hirten dort eine böse Hündin ertränkten. Diesen Namen hört man heute noch von älteren Einheimischen, wenn sie von dem See erzählen.
Der See ist von der Schutzhütte Murowaniec aus in etwa 20 bis 50 Minuten zu Fuß erreichbar, je nach gewähltem Weg. Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung sind empfehlenswert, da das Wetter in der Tatra schnell wechseln kann.
Der See war von Oktober bis Juni fast jedes Jahr zugefroren, was bedeutet, dass er nur wenige Monate im Jahr eisfrei ist. Im Jahr 1949 wurden Forellen eingesetzt, aber die meisten verschwanden wieder, und heute sind sie im See kaum noch anzutreffen.
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