Miclescu house, Historisches Herrenhaus am Kiseleff Boulevard, Bukarest, Rumänien.
Das Haus Miclescu ist ein Herrenhaus im Brâncovenesc-Stil am Kiseleff-Boulevard im ersten Bezirk Bukarests. Die Fassade zeigt symmetrische Proportionen mit geschnitzten Steinornamenten und Lauben, die für diesen aus der rumänisch-orthodoxen Sakralarchitektur hervorgegangenen Stil typisch sind.
Jean Miclescu, ein Anwalt aus einer moldauischen Adelsfamilie, ließ das Haus 1904 fertigstellen, in einer Zeit, als der Brâncovenesc-Stil als nationales Symbol wieder aufgegriffen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Anwesen von den kommunistischen Behörden verstaatlicht.
Das Haus liegt in der Nähe mehrerer Botschaften und diplomatischer Residenzen, was dem Kiseleff-Boulevard ein besonderes Gepräge gibt. Viele Gebäude in der Umgebung wurden von wohlhabenden Familien des frühen 20. Jahrhunderts in Auftrag gegeben und prägen noch heute das Bild des Viertels.
Das Gebäude befindet sich am Kiseleff-Boulevard, der gut zu Fuß zu erkunden ist und von mehreren Botschaften und Parks gesäumt wird. Da es sich um ein Privatgebäude handelt, ist der Zugang zum Inneren nicht möglich, aber die Fassade ist von der Straße aus gut sichtbar.
Nach der Verstaatlichung wurde Oberst Miclescu gezwungen, im Keller seines eigenen Hauses zu wohnen, während die oberen Stockwerke anderen Mietern zugeteilt wurden. Im Jahr 1968 besuchte ihn der französische General Charles de Gaulle dort, was dem Ort eine besondere Geschichte verleiht.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.