Lepenski Vir, Archäologische Stätte in Iron Gates, Serbien.
Lepenski Vir ist eine Siedlung mit trapezförmigen Steinhäusern entlang der Donau mit geometrischer Architektur und monumentalen Steinskulpturen aus der Zeit um 9500 v.Chr. Die Gebäude stehen in mehreren Reihen am Fluss und sind mit räumlich angeordneten Kunstobjekten verbunden, die geometrische und organische Formen zeigen.
Die Ausgrabung von Lepenski Vir begann 1965 unter dem Archäologen Dragoslav Srejovic und enthüllte mehrere Kulturschichten, die sich vom Mesolithikum bis zur frühen Jungsteinzeit erstreckten. Diese Entdeckung half Wissenschaftlern, eine der ältesten Siedlungen Europas zu verstehen.
Die Bewohner schufen Steinskulpturen mit fischenartigen Zügen und pflegten spezifische Bestattungsrituale, die ausgeprägte spirituelle Vorstellungen widerspiegelten, die mit dem Fluss verbunden waren. Diese künstlerischen Funde zeigen, wie tief das Wasser in den alltäglichen Glauben und die Rituale der Menschen eingegriffen haben.
Der gesamte archäologische Komplex wurde in den 1970er Jahren verlegt, um Überschwemmungen durch den Staudamm Eisernes Tor zu verhindern, und funktioniert jetzt als Museumsort. Besucher können die translokierten Strukturen und Artefakte an ihrer neuen Stelle sehen und erhalten dabei Einblick in antike Lebensweisen.
Wissenschaftler entdeckten Belege für genetische Vermischung zwischen lokalen Jägern und Sammlern und frühen Bauern aus Kleinasien, die einen entscheidenden Übergang in der europäischen Vorgeschichte dokumentieren. Diese genetischen Daten zeigen, wie neue Bevölkerungsgruppen die Donauregion erreichten und sich mit bestehenden Gemeinschaften vermischten.
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