Dagestan, Republik im Nordkaukasus, Russland
Dagestan ist eine Republik im Nordkaukasus in Russland, die sich von der Küste des Kaspischen Meeres bis zu den Kämmen des Kaukasus erstreckt. Das Gebiet umfasst zahlreiche Flüsse, tiefe Täler und ausgedehnte Hochlandregionen mit Bergen, die über 4000 Meter erreichen.
Das Gebiet wurde im 19. Jahrhundert Teil des Russischen Reiches, nachdem es jahrhundertelang unter persischem Einfluss stand und lokale Anführer Widerstand geleistet hatten. Die Eingliederung erfolgte nach jahrzehntelangen Konflikten zwischen den Bergvölkern und der vorrückenden russischen Armee.
In den Bergdörfern und Städten hört man Dutzende verschiedener Sprachen, und jede Gemeinschaft pflegt eigene Feste, Trachten und Bräuche im Alltag. Auf den Märkten verkaufen Frauen selbst gewebte Teppiche und hausgemachte Spezialitäten, während Männer in Teehäusern sitzen und miteinander sprechen.
Makhachkala, die Hauptstadt an der Küste, bietet internationale Flugverbindungen, Bahnstrecken und Fährverbindungen über das Kaspische Meer. Reisen ins Bergland erfordern oft längere Autofahrten auf kurvenreichen Straßen, daher sollte man mehr Zeit einplanen.
In abgelegenen Bergdörfern gibt es alte Wachtürme aus Stein, die oft mehrere Stockwerke hoch sind und einst zur Verteidigung dienten. Manche dieser Türme stehen noch heute neben Wohnhäusern und werden als Lagerräume oder einfach als Teil der Dorflandschaft genutzt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.