Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra, Verwaltungsregion in Westsibirien, Russland.
Chanty-Mansien ist ein autonomer Bezirk in Westsibirien, der sich über weite Teile der Westsibirischen Tiefebene erstreckt. Das Gebiet besteht hauptsächlich aus dichten Nadelwäldern, ausgedehnten Mooren und zahlreichen Flüssen, die sich durch die flache Landschaft schlängeln.
Die Region wurde im frühen 20. Jahrhundert als Nationalkreis für die einheimischen Völker der Chanty und Mansi gegründet. Mit der Entdeckung großer Erdöl- und Gasvorkommen in den 1960er Jahren veränderte sich das dünn besiedelte Gebiet grundlegend und zog Arbeiter aus anderen Teilen des Landes an.
Die indigenen Chanty und Mansi bewahren ihre traditionellen Lebensweisen durch Jagd, Fischfang und Rentierhaltung, die in abgelegenen Gebieten noch praktiziert werden. Besucher können gelegentlich auf kleine Siedlungen mit charakteristischen Holzhütten und Speicherbauten treffen, die das Zusammenleben mit der rauen Natur zeigen.
Die Region ist vor allem durch Fernstraßen und Flugverbindungen zu erreichen, da die riesigen Entfernungen und das Fehlen durchgehender Bahnstrecken andere Reisemöglichkeiten erschweren. Außerhalb der größeren Siedlungen sind die Wege oft unbefestigt, und im Frühjahr sowie Herbst können Überschwemmungen und Schlamm das Vorankommen deutlich verlangsamen.
Die Region liegt zeitgleich in zwei verschiedenen Zeitzonen, da sich das Gebiet über mehrere Längengrade erstreckt. Einige Ortschaften im Osten folgen einer anderen Uhrzeit als die westlichen Siedlungen, was bei längeren Reisen durch das Gebiet gelegentlich zu Verwirrung führt.
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