Taman, Halbinsel zwischen Schwarzem Meer und Asowschem Meer, Russland
Die Halbinsel Taman ist ein Landstreifen im Süden Russlands zwischen dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer, der die Region Krasnodar mit der Krim verbindet. Flache Küstenstreifen wechseln sich mit kleinen Hügeln und Feuchtgebieten ab, und zahlreiche Buchten schneiden in die Uferlinie ein.
Griechische Händler aus Milet gründeten im 6. Jahrhundert vor Christus die ersten Kolonien an dieser Küste und nutzten die Halbinsel als Tor zum Schwarzmeerhandel. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zum Fürstentum Tmutarakan, das sowohl von byzantinischen als auch von slawischen Fürsten beansprucht wurde.
Der Name Taman erinnert an die tatarischen Gemeinden, die hier über Jahrhunderte lebten, bevor russische Siedler im 18. Jahrhundert ankamen. Heute sieht man in den Dörfern entlang der Küste noch Spuren dieser gemischten Vergangenheit in der Architektur und den lokalen Traditionen.
Der Zugang zur Halbinsel erfolgt über Straßen und Bahnlinien, die von Krasnodar nach Osten führen, wobei kleinere Orte als Ausgangspunkte für Erkundungen dienen. Die Sommermonate bieten angenehmeres Wetter für Besuche an der Küste, während Wind und Regen im Herbst und Winter häufiger auftreten.
Die Ufer der Halbinsel beherbergen mehrere Schlammvulkane, die regelmäßig kalten Schlamm und Gas ausstoßen und kleine Kegel formen, die aus der flachen Landschaft aufragen. Besucher finden diese geologischen Formationen entlang der Küstenwege, wo der Schlamm langsam trocknet und rissige Muster auf dem Boden hinterlässt.
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