Kerma, Archäologische Stätte im Nord-Bundesstaat, Sudan
Kerma ist eine archäologische Siedlung im Northern State im Sudan und war einst Zentrum eines mächtigen Königreichs am Nil. Die Western Deffufa, ein massiver Tempel aus Lehmziegeln, erhebt sich etwa 20 Meter über das Gelände und dient als Wahrzeichen der Anlage.
Die Stadt erlebte ihre Blütezeit zwischen etwa 2500 v. Chr. und 1500 v. Chr. und diente als Hauptstadt des ersten unabhängigen Königreichs in Nubien. Ihre Bedeutung sank, als ägyptische Truppen die Region eroberten und das Reich schließlich unterging.
Das Museum in der Nähe zeigt sieben wiederhergestellte schwarze Granitstatuen nubischer Herrscher, die am nahegelegenen Fundort Dukki Gel entdeckt wurden. Diese Skulpturen tragen typische Kronen und Insignien und geben einen Eindruck davon, wie Macht und königliche Autorität in Nubien dargestellt wurden.
Besucher können das ausgedehnte Gräberfeld erkunden, in dem über 30.000 antike Bestattungen gefunden wurden, die nach Größe und Anordnung soziale Unterschiede widerspiegeln. Die Anlage liegt in offener Wüstenlandschaft und erfordert Sonnenschutz sowie ausreichend Wasser für den Rundgang.
Archäologen fanden hier Beweise für Kupferverarbeitung aus der Zeit um 2200 v. Chr., was zu den frühesten Beispielen für Metallbearbeitung in Nordostafrika zählt. Diese Werkstätten lassen vermuten, dass die Einwohner fortgeschrittene handwerkliche Fähigkeiten besaßen und Handelskontakte pflegten.
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